14.03.09
Leserbrief zum Artikel
Pressemitteilung von der Partei DIE LINKE. Warstein
Tiefpunkt von SPD und Steinabbau
Beim lesen der heutigen Zeitungsausgabe, konnte einem schon am frühen Morgen die gute Laune abhanden kommen. Welche Meldung schlimmer ist, die über den Rückzieher von SPD-Kandidat Jürgen Wied, oder die über die Anfrage der Steinindustrie zum Abbau in die Tiefe, fällt schwer zu beurteilen.
Fangen wir bei Jürgen Wied an, er ist sicher jemand mit dem wir LINKE im neuen Stadtrat hätten zusammen arbeiten können. Der Einzige zu dem wir auch noch hätten Genosse sagen können, bei den Webers, Feldmanns und Co, käme uns so ein Wort nicht über die Lippen.
Jetzt hat es die SPD also geschafft, einer der ganz Wenigen, den man im Warstein noch als Sozialdemokrat bezeichnen konnte, wird im neuen Rat nicht mehr vertreten sein. Wir hoffen, dass die SPD, bei der Kommunalwahl die Quittung dafür bekommt. Da haben es die Köhlers, Weber und Co. doch tatsächlich geschafft aus dieser früheren Arbeiterpartei einen bürgerlichen angepassten Haufen zu machen.
Die SPD konkurriert beim Wettbewerb um den besten Trinkwassergefährder mit der CDU, da stört so ein aufrechter Steinabbaugegner natürlich.
Die Aussage des Kreises Soest, dass bereits unter die Schneiderlinien gegraben wurde und tiefere Abgrabungen beabsichtigt sind, überrascht uns keineswegs, wir hatten davor schon lange gewarnt. Vielleicht werden ja auch durch einen „Sprengunfall“ die Quellen weggeschossen und der Weg so frei für ungehinderten Steinabbau in neuen Tiefen. Aber die herrschende Politik macht ja doch einen Kotau vor der Steinindustrie.
Wenn dieser profitgeilen Steinlobby nicht jetzt endlich Einhalt geboten wird, ist es zu spät. Dann brauchen wir uns um Umgehungsstrasse, Rissegelände, Fußgängerzone usw. keine Gedanken mehr machen, wer will denn in so einer zugestaubten, dreckigen Kernstadt überhaupt noch leben?
Manfred Weretecki
Vorsitzender
DIE LINKE.KV Soest
06.03.09
Leserbrief zum Artikel
„Trinkwasser ist auch uns nicht gleichgültig“
Liebe Betriebsräte von Westkalk, da ich selber seit Jahren als Betriebsrat tätig bin, verstehe ich ihre Sorgen um die Arbeitsplätze ihrer Kollegen natürlich sehr gut. Ihre Schlussfolgerung, wir meinten mit sozialverträglich Hartz IV ist allerdings völlig falsch. Es dürfte bekannt sein das wir als einzige Partei massiv darum kämpfen dass Hartz IV wieder abgeschafft wird!
Mit sozialverträglich meinen wir natürlich den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und zwar dadurch das die Steinindustrie endlich ihrer Pflicht von Renaturierung nachkommt. Mit sozialverträglich meinen wir auch Vorruhestandsregelungen die natürlich ihr Arbeitgeber bezahlen muss. Es können auch neue Arbeitsplätze durch den weiteren Ausbau der Trinkwassernutzung entstehen.
Berücksichtigen muss man aber auch wie viele Arbeitsplätze durch die Steinindustrie vernichtet wurden, schauen sie sich mal die Leerstehenden Läden in der Hauptstraße an, da hat der Dreck und Staub, sicherlich mit zu beigetragen. Der absolute Vorrang muss aber immer beim Schutz des Trinkwassers bleiben. Das einzige was Warstein von anderen Städten unterscheidet ist das qualitativ absolut hochwertige Wasser und die Felsen mitten in der Innenstadt. Das muss unbedingt vor den zügellosen Profitinteressen der Steinindustrie gerettet werden.
Manfred Weretecki Vorsitzender DIE LINKE.KV Soest
02.03.09
Leserbrief zum Artikel
„‚Sorge um Wassergewinnung’ als Antrag in den Ausschuss“,
Zu den Zeitungsartikeln Warsteiner Anzeiger Freitag den 27.02.09, Regionalteil Warstein
„‚Sorge um Wassergewinnung’ als Antrag in den Ausschuss“, sowie ‚Abgrabung begonnen, ohne dass Wege eingezogen wurden’, sowie Kommentar zur Wegeeinziehung 'Endspurt' von Jens Hippe
Der Antrag von Werner Brauckmann, Elke Ibing und Jürgen Wied gibt einem als Warsteiner Bürger doch sehr zu denken. Warum wird ein solcher Antrag überhaupt gestellt? Es mutet einen ja an, als ob weite Teile des Rates sich nicht '...den Bestrebungen widersetzen werden mit dem Steinabbau in Schichten unterhalb des Trockenbereichs vorzudringen.'
Dass die CDU das mehrheitlich nicht tun wird, kann man als Warsteiner Bürger ja als selbstverständlich vermuten. Aber wie hält es die SPD? Eine konkrete Aussage der SPD dahingehend vermissen wir schon lange. Nun stellt sich zusätzlich die Frage, warum dieser Antrag überhaupt nötig wurde. Will die SPD womöglich dem Steinabbau unterhalb des Trockenbereichs zustimmen?
Das wäre ein eklatanter Verrat an den Interessen der Warsteiner Bürger sowie der Bürger der umliegenden Gemeinden, und das ist wahrscheinlich die einzig verständliche Erklärung dafür, warum in Zeiten des Wahlkampfes die SPD dahingehend nicht nur keine deutliche Position bezieht, sondern schlichtweg gar nichts sagt.
Die SPD war früher die Partei der kleinen Bürger, heute macht sie mit der Steinindustrie gemeinsame Sache. Offenbar macht die SPD alles, um den Bürgermeister vom Sockel zu stoßen und stattdessen einen noch größeren Steinlobbyisten an die Macht zu bringen.
Hier zeigt sich, dass die SPD anscheinend mit aller Gewalt an der Macht teilhaben will, ohne dabei auch nur im Geringsten an die vitalen Interessen der Warsteiner Bürger zu denken. Es ist daher zu erwarten, dass die Steinindustrie mit gewohnter menschenverachtender Profitorientierung auch die hiesige SPD in die Tasche stecken wird. Die vorher getroffenen Entscheidungen der SPD, die diese Entwicklung erst ermöglichten, sind wahrhaft besorgniserregend und nicht mehr nachvollziehbar.
Eine ebenfalls schlechte Figur macht hier allerdings auch die Stadtverwaltung incl. Bürgermeister Gödde. Wie kann man so leichtfertig mit der Wegeeinziehung umgehen und ohne Not Möglichkeiten der Mitwirkung und des Einspruches aufgeben?
Absolut fadenscheinig ist es, sich in diesem Zusammenhang auf eine Vereinbarung von 2003 zu berufen! Offenbar will man so der Steinindustrie den Weg freimachen und alle Einsprüche verhindern. Daraus kann man nur schließen, dass der Rat sowieso, aber auch der Bürgermeister, gar nicht gegen die Steinindustrie vorgehen wollen. Gelegenheiten gab es ja mehrfach.
Wir fragen uns, woran das liegt: Kein Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten? Schlicht nur Angst vor der übermächtigen Industrie? Oder dumpfe Hoffnungslosigkeit?
Rund um Warstein bildet sich langsam eine Koalition aus Steinabbaugegnern, der Kreis Soest, die Stadträte von Rüthen und Möhnesee, auch die meisten Bürger formulieren klar den absoluten Vorrang des einmaligen Warsteiner Trinkwassers, von dem in Warstein und Umgebung etwa 100.000 Menschen abhängen.
Da wäre es doch an der Zeit, dass die politisch Verantwortlichen endlich ihren Kopf aus dem Sand ziehen und der Gefährdung des Trinkwassers sowie der Zerstörung von Landschaft, Natur und des Warsteiner Stadtbildes durch die Steinindustrie Einhalt gebieten.
Der Warsteiner Rat aber tut nichts dergleichen Ist er überhaupt noch für die Bürger da?
Für DIE LINKE. Warstein
Manfred Weretecki
Hans-Otto Spanke
Elisabeth Umezulike
Norbert Romeike
Franz Streibig
16.02.09
Leserbrief zum Artikel
„Wertstoffhof am Puddelhammer“
Erstaunt müssen wir, DIE LINKE. Warstein, feststellen, dass in unserer kleinen Stadt Warstein zwei Wertstoffentsorgungshöfe ihre Arbeit aufnehmen sollen.
Soweit bekannt, hat die Firma SUNKO im Enkerbruch einen fertigen Wertstoffhof errichtet. Da fragt man sich natürlich, was das denn werden soll?
Zuerst existiert jahrelang keiner, jetzt gibt es auf einmal, erstaunlich zeitnah, zwei Wertstoffhöfe für den Bedarf von Warstein? Dass sich auf Dauer 2 Anlagen in einer Stadt wie Warstein nicht rechnen können, dürfte auch Nicht-Betriebswirten einleuchten.
Nach Aussage von Herrn Sunko gibt es schon länger (Okt/Nov. 08) die mündliche Zusage von Bürgermeister Gödde zur Unterstützung des Wertstoffhofes Enkerbruch durch die Stadt, sowie eine Ermunterung Investitionen zu tätigen, genannt sind hier zB. eine Fahrzeugwaage, Elektronikkontrollen, eine Überdachung etc., insgesamt mehrere 10000 €. Wie ist der Unterschied zwischen Aussagen und Taten seitens der Stadt zu verstehen?
Und wie ist die Zeitnähe beider Vorhaben zu verstehen? Wird hier bewusst ein einheimisches relativ kleines Unternehmen, dass hier seine Steuern zahlt, gegenüber einem Großem (man spricht von Lobbe Entsorgung) benachteiligt, der vermutlich hier nicht die gleichen Steuern zahlt?
Wenn das so stimmt muss man sich fragen warum? Qui bono? Was nutzt eigentlich hier wem? Warum soll denn am Puddelhammer ebenfalls, und so plötzlich, so eine Anlage errichtet werden? Und wenn tatsächlich völlig unerwartet ein großes nichtörtliches Unternehmen, auf einmal, einem kleinen einheimischen Unternehmen Konkurrenz machen will (nur so ist die Zeitnähe überhaupt zu verstehen?), warum unterstützt die Stadt das? Entgegen bisherigem Verhalten?
Also, liebe Stadt Warstein, was steckt denn nun wirklich hinter der geplanten Zulassung am Puddelhammer???
Sehr verwundert, DIE LINKE. Warstein
Hans Otto Spanke, Manfred Weretecki
25.01.09
Leserbrief zur Spendenaktion
„Kein Kind ohne Mahlzeit“:
Selbstherrlichkeit und mangelndes Verständnis von Menschenwürde und Demokratie
Wir gönnen den MitarbeiterInnen der Caritas-Konferenz ihre Freude über das hohe Spendenaufkommen beim Warsteiner Neujahrsempfang zugunsten der Aktion „Kein Kind ohne Mahlzeit“ und wissen ihr Engagement zu würdigen, ebenso wie die Bereitschaft vieler Bürger, durch ihre Spende zur Linderung von Not beizutragen. Ohne diese Einsatzbereitschaft sähe die Situation vieler notleidender Menschen sicherlich noch düsterer aus.
Gleichwohl darf dies nicht darüber hinwegtäuschen, das es sich um einen massiven Skandal handelt, wenn Kinder in unserem reichen Land überhaupt in die Lage geraten, auf Spenden angewiesen zu sein, um eine warme Mahlzeit am Tag zu erhalten.
Ebenfalls ein Skandal ist, dass die Mittagsverpflegung für Kindergartenkinder und Schüler nicht soweit vom Staat unterstützt wird, dass sie kostenfrei oder für jede Familie erschwinglich verteilt werden kann. Was für ein gesellschaftspolitisches Konzept, was für ein (mangelndes) Verständnis von Menschenwürde und Demokratie verbirgt sich dahinter, wenn gleichzeitig Milliarden für die selbstverschuldete Misere der Banken ausgegeben werden können, Kinder, die angeblich unsere Zukunft sind, aber um ihr warmes Mittagessen bangen müssen? Die von einem immer menschenverachtender werdenden Turbokapitalismus an den Rand gedrängten Bevölkerungsschichten mit den Bröseln abspeisen zu wollen, die die Profiteure des Systems gnädigerweise von ihren üppig gedeckten Tischen fallen lassen, löst das Problem sicherlich nicht. Zudem bedeutet das, dass die Almosengeber sich selbstherrlich aussuchen können, wen sie unterstützen und wen sie als unliebsam nicht unterstützen. Das ist ebenso ungerecht wie für die Betroffenen zutiefst würdelos und undemokratisch.
Geboten ist hingegen eine demokratische Entscheidungsfindung, sowie konsequente Umverteilung des gesamtgesellschaftlichen Reichtums von oben nach unten, etwa im Sinne eines Konjunkturprogramms für wahrhaft Bedürftige (und das sind gewiss nicht die Banken und großen Konzerne!). Allein, dafür fehlt der politische Wille und die Armen werden weiterhin durch das Verteilen von Almosen zum Schweigen gebracht – denn wer beißt schon die Hand, die ihn füttert, selbst wenn das Futter aus den Resten des ansonsten verweigerten Überflusses besteht?
Für DIE LINKE.Warstein:
Elisabeth Umezulike
Hans Otto Spanke
Manfred Weretecki
Parkplätze und Konsumtempel bringen unsere Stadt voran?
Was Raymund Risse auf einem Filetstück mitten in der Innenstadt plant, läuft genau auf das Gleiche hinaus, was die Steinindustrie hier seit Jahrzehnten betreibt, nämlich das Streben nach
Die Forderung von uns LINKEN ist, dass die Steinindustrie endlich ihrer Verantwortung gerecht wird, indem sie einen Teil ihrer in jahrzehntelangem Raubbau erwirtschafteten Profite endlich zurückgibt und das Risseglände auf eigene Kosten renaturiert. So wie der gesunde Menschenverstand es eigentlich erwarten lässt.
Was aber sind das nun für Zukunftsaussichten: Da geht jemand hin, und plant 532 Parkplätze in bester Lage, dazu Honigglaspaläste, Konsumtempel für eine Bevölkerung, die eine Erlösung von den Steinbrüchen braucht. Einkaufen mit völlig zweifelhafter Ankerwirkung, die nicht mal von der Geschäftswelt geglaubt wird. Tolle Zukunftsaussichten? Echt beeindruckend …
Wenn man hingegen das Einzige, was Warstein von anderen Städten unterscheidet und ihm seinen besonderen Charakter gibt, nämlich die Felsen mitten in der Stadt und die besondere Reinheit des Warsteiner Wassers, wirklich wertschätzen und vernünftig nutzen würde, könnte man sich von anderen Städten schon dadurch positiv abheben.
Gute Konzepte dafür gibt es zweifellos: Würde man etwa die Hauptstraße als Fußgängerzone ausbauen, eine dortige Ansiedlung neuer Geschäftsideen, die etwas mit der Lebensqualität in unserer Stadt zu tun haben, fördern, und den Bullerteich sowie das Rissegelände als Park mit Wasserläufen und kleinteiliger Bebauung daran anschließen, mit Blick auf den Felsen, dann könnten wir uns vielleicht demnächst wirklich wieder mit Stolz als das „Venedig des Sauerlands“ bezeichnen lassen.
Sollten wir uns die Möglichkeit einer liebenswerteren Stadt, die statt mit zusätzlichen, gleichförmigen und noch dazu unnötigen Einkaufsmöglichkeiten durch einmalige Naturschönheiten für sich wirbt, durch weitere Auswüchse des Profitstrebens tatsächlich nehmen lassen?
Für DIE LINKE.Warstein
Elisabeth Umezulike
Hans Otto Spanke
Manfred Weretecki
Leserbrief zur Entscheidung der WAL, Frank Maatz zu unterstützen
Wenn Ihr geschwiegen hättet, wäret Ihr glaubwürdig geblieben!
Das möchte man der Warsteiner WAL zurufen, die sich am vergangenen Freitag dafür entschieden hat, ebenfalls den gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten der (auch ansonsten kaum noch unterscheidbaren) ‚großen’ Parteien CDU und SPD, Frank Maatz, zu unterstützen.
Schon die Argumente, die von der WAL für diese Entscheidung vorgebracht werden, sprechen eine deutliche Sprache: Maatz sei „parteipolitisch neutral“, nicht jedoch „unpolitisch“, so Werner Braukmann , Vorsitzender der WAL, während sich Lea Heidrich von der GJ bemühte, ihn „recht sympathisch“ zu finden. Braukmann findet die Vorstellung von Maatz als „Manager des 400 Mitarbeiter starken Unternehmens ’Stadt Warstein’ auf der einen und des Stadtrates auf der anderen Seite“ ebenfalls „sympathisch“.
Kompetenz scheint dabei eine geringere Rolle zu spielen und die dem Wirtschaftsjargon entlehnte Sprache sollte auch nicht darüber hinweg täuschen, dass die Idee, bei einer (Kommunal)wahl könne es politische Neutralität geben, mindestens eine Illusion, wenn nicht den Versuch einer bewussten Irreführung darstellt. Es entspricht der Quadratur des Kreises, wenn jemand angeblich zugleich ‚parteipolitisch neutral’, aber dann doch nicht ‚unpolitisch’ sein soll, da jeder Kandidat für einen solchen Posten, wenn er sich auch nicht explizit einer Partei zuordnen will, so doch klare Positionen für die Interessen der einen oder der anderen Seite beziehen muss. Im Fall Maatz nun handelt es sich eindeutig um die Interessen der Steinindustrie, als deren Lobbyist er überhaupt an diese Kandidatur gekommen ist.
Was ist also los mit der vorgeblich grünen WAL, dass sie sich auf die Seite einer Marionette der natur- und trinkwassergefährdenden profitgeilen Steinindustrie geschlagen hat? Gleichzeitig wird absurderweise betont, dass man die Politik von CDU und SPD beim Steinabbau nicht unterstütze… Ein Fall politischer Schizophrenie? Oder ist Maatz für die WAL schon durch seine Gegnerschaft zu Manfred Gödde unterstützenswert?
Bedenken sollten die ehemaligen ‚Alternativen’, dass schwarz angestrichene Grüne schließlich ein hässliches Grau annehmen, ebenso wie der Feinstaub, den die Steinindustrie über ganz Warstein verbreitet…
Dem Wähler, der aufrichtig an der Zukunft der Stadt Warstein und dem Wohlergehen aller Bürger interessiert ist, bleibt somit bei der nächsten Kommunalwahl wieder eine Alternative weniger. In Zukunft muss man wohl WAL, mit Warsteiner Alternativlose Liste, übersetzen!
Lesen Sie hierzu den Pressebericht 
Mehr
Elisabeth Umezulike, Sichtigvor, Mitglied SprecherInnenrats DIE LINKE.BG Warstein
Hans Otto Spanke, Warstein, Mitglied SprecherInnenrats DIE LINKE.BG Warstein
Manfred Weretecki, Sichtigvor, Vorsitzender DIE LINKE. Kreis Soest
Leserbrief zum Artikel vom 4.12.08
„Risiko für Wasser vergleichbar mit Blitzschlag“
In diesem Artikel wird beschrieben, wie SPD Vertreter aus dem Arnsberger Regionalrat über die Risiken beim Steinabbau in Warstein berichten.
Wenn es wirklich genau so wäre wie es die Überschrift aussagt, könnte man damit vielleicht ja noch leben. Um bei diesem Vergleich zu bleiben und es auf Warsteiner Verhältnisse bezieht, sieht es doch wohl eher so aus, als wenn sich jemand gezielt jedes Mal bei Gewitter genau dort hinstellt, wo ein Einschlag wahrscheinlich ist und dann wird der Einschlag, (Treffen einer Quelle) nicht mehr so unwahrscheinlich.
Der Einwand von Peter Dolch, von der Westkalk, es wäre doch 150 Jahre nichts passiert, stimmt doch überhaupt nicht, mehrere Steinbrüche sind bereits abgesoffen, die Hillenbergquelle 2 ist durch einen Unfall an Hillenberg 1 entstanden. Zudem wird doch erst in letzter Zeit, so nah über dem Grundwasser abgebaut, was das Risiko natürlich enorm erhöht. Was aber wirklich wichtig ist, in diesem Bericht, ist doch, dass man öffentlich darstellt, dass die so genannten „Schneiderlinien“ bereits bis heute mehrfach unterschritten werden.
Endlich wird auch mal die Wertschöpfung dargestellt. Dass, was wir LINKEN schon immer sagen, Warstein hat von den Steinbrüchen außer Dreck, viel Verkehr, toter Straßen und zerstörter Umwelt nämlich gar nichts. Ist das jetzt wieder Diffamierung, Herr Köster? Wie Sie und vor allem ihre JU uns ja vorwirft, oder evtl. doch einfach nur die Wahrheit, die Sie als Teilhaber und Nutznießer des Steinabbaus, sicher nicht wahr haben wollen. Wenn selbst auf einer SPD Veranstaltung schon dargestellt wird, das schon länger viel zu nah über dem Grundwasser abgegraben wird, sollte doch mindestens den „ehemaligen Genossen“ ein Licht aufgehen, und die Erkenntnis dazu führen, vielleicht noch die Möglichkeit eines Ausstiegs aus der Steinlobby um Köster/Maatz zu finden.
Liebe SPD: Wir empfehlen, sich bei der Initiative Trinkwasser, sachkundig zu machen, und die Bevölkerung zu fragen, was sie möchte. Da müssten Sie natürlich völlig neue Standpunkte einnehmen, aber vielleicht werden Sie so wenigstens für eine bessere Zukunft unserer Stadt sorgen.
Manfred Weretecki
Vorsitzender DIE LINKE
Kreis Soest
Hans Otto Spanke
Mitglied des Sprecherrates
DIE LINKE Warstein
Offener Brief von DIE LINKE Warstein an den CDU Stadtverband Warstein:
Steinbruchbesitzer und Ratsherr lässt Firmeninteressen vor der Tür?
Lieber CDU Vorstand, dass sie Ihren Vorsitzenden verteidigen, können wir ja noch nachvollziehen. Aber in diesem Zusammenhang von infam und verletzend zu sprechen,
halten wir für völlig überzogen. Zumindest für DIE LINKE kann man sagen, es hat keine persönlichen Angriffe gegen Herrn Köster gegeben.
Das wir monieren dass ein Steinlobbyist
eine große Ratspartei anführt, ist sicher unser gutes Recht. Sie wollen uns doch nicht allen Ernstes erzählen dass Herr Köster die Interessen der Steinindustrie vor der Tür lässt, wenn er einen Sitzungssaal betritt.
Leider sehen wir den Steinabbau, wenn er so weitergeführt wird wie bisher, als das Grundübel Warsteins an. Wenn es hier nicht gelingt, möglichst bald den Steinabbau zu beenden und die Schäden zu beseitigen, brauchen wir uns keine Gedanken mehr über die Zukunft unserer Stadt zu machen. Sie nennen es Wahlkampf, wir nennen es Überzeugung. Solange Sie nicht verstehen, dass der Steinabbau das Kernproblem von Warstein ist, wird sich hier nichts verändern.
Dass Sie die SPD schon auf ihre Seite gezogen haben ist traurig genug, mit uns wird ihnen das nicht gelingen.
Dass es Verträge gibt, die wir ja leider noch nicht kennen, kann ja durchaus sein, aber wenn diese Verträge so positiv für die Steinlobby sind, muss man sich mindesten fragen, wer hat sie denn unterschrieben.
Selbst wenn die Verträge eine Beendigung des Steinabbaus nicht zulassen, sollten Sie, die sich ja immer noch für eine Volkspartei halten, Volkes Wille akzeptieren und was dieser ist, das müssten Sie mittlerweile, durch den Anteil der Leserbriefschreiber, die alle negativ über den Steinabbau schreiben, mitbekommen haben.
Wenn der Steinabbau ja noch Hunderte von Arbeitsplätzen bringen würde, oder der Stadt einen großen Steuersegen, könnte man ja noch überlegen den Steinabbau langsam zu beenden.
Aber seien Sie doch mal ehrlich, was bringt der Steinabbau positives für unsere Stadt?
Das Ihnen unsere Leserbriefe nicht gefallen, können wir verstehen, aber wird uns sicher nicht daran hindern, hier Volkes Stimme zu vertreten.
Wenn Sie mit uns darüber reden wollen, zum Wohle unserer Stadt, den Steinabbau zu beenden, sind wir natürlich dazu bereit.
Wenn Sie nicht akzeptieren können, dass man auch gegen bestehende Gesetze oder Verträge,
opponieren kann, ist das schon ein merkwürdiges Demokratieverständnis. Dann hätte sich in dieser Welt nie etwas zum positiven verändert.
Im Namen der Warsteiner LINKEN
Manfred Weretecki Vorsitzender
Kreisverband Soest DIE LINKE
Leserbrief zum Artikel im Anzeiger
„Kann nicht beschließen Steinabbau einzustellen“
von Gerd Flaig am 21.11.08
Na und: Rat kann sich aber hinter die Bürger stellen
Herr Flaig wirft hier der Warsteiner LINKEN Populismus vor und stellt dar,
es gebe
vom Warsteiner Stadtrat keine Einflussmöglichkeiten auf die Steinindustrie.
Wenn man es als Populismus bezeichnet, das wir für die Rechte und Anliegen der
Warsteiner Bürger kämpfen wollen, dann Herr Flaig nennen sie es meinetwegen so.
So wie sie es darstellen, dürfen wir Warsteiner bei der Steinindustrie nur als Bittsteller
auftreten. Frei nach dem Motto „Wenn es meinem Chef gut geht, geht es mir auch gut“.
Das sehen wir allerdings wirklich anders.
Wir wollen hier nicht Bitte, Bitte machen, nein wir fordern konkret: Der Steinabbau,
muss beendet werden und das natürlich sozialverträglich für die Beschäftigten.
Allerdings nicht sozialverträglich für die Steinindustrie, nein die soll für den
jahrzehntelangen Raubbau mit der Natur zahlen.
Der Warsteiner Rat hat keine Entscheidungsmöglichkeit? Selbst, wenn das richtig wäre,
so könnte er sich doch klar und lautstark auf die Seite der betroffenen Bürger stellen,
also gegen die Steinindustrie Position beziehen. Das eben wollen CDU und SPD ja nicht.
Was ja auch nicht verwunderlich ist, lässt deren Führung, soweit vorhanden, doch die
gegenteilige Richtung erwarten. Aber da sind doch noch mehr Mitglieder im Rat.
Die halten dahingehend auch den Mund, weil sie müde geworden sind zu streiten?
Diese Situation ist eine einmalige Gelegenheit für die Industrie, die diese ja auch nutzt.
Wir verstehen ja, dass verschiedene Leute uns am liebsten gar nicht hören würden,
und selber natürlich keine klaren Standpunkte beziehen wollen.
Die können natürlich nicht sagen: Wir wollen den Stein zu unserem Privatreichtum ausbeuten.
Oder: Wenn schon kein Stein, dann wollen wir das Wasser zu unserem Reichtum verkaufen.
Aber das Gegenteil fehlender klarer Aussagen zu Populismus zu erklären, hieße ja, wir sollten genauso den Mund halten.
Wir bezweifeln, dass die Bürger das richtig fänden, hieße es doch,
dass weiterhin niemand deren Sorgen und Wünsche formuliert.
Wenn man in den letzten Wochen mal intensiv Zeitung gelesen hat, erkennt man doch,
was Volkes Wille ist, die große Mehrheit der Leserbriefschreiber, ist gegen den weiteren
Steinabbau.
Nur aus Reihen der ehemaligen Volksparteien CDU und SPD kommen die Befürworter
der Steinindustrie, das ist natürlich nicht sonderlich erstaunlich,
wenn man einen Steinbruchbesitzer zum Vorsitzenden hat.
Es ist ja nett das sie uns großen Zuspruch zuordnen, was ob der Probleme
natürlich stimmt, aber diese Leute so darzustellen,
als würden sie nicht verstehen was hier in Warstein passiert, ist denen gegenüber absolut unverschämt.
Sie sprechen die letzten 60 Jahre an, ja da tragen wir allerdings wirklich keine
Schuld daran, das haben die Politik und der Rat mit ihrer Unterwürfigkeit
gegenüber der Steinindustrie geschafft.
Manfred Weretecki
Vorsitzender DIE LINKE
Kreis Soest
Hans Otto Spanke
Mitglied des Sprecherrates
DIE LINKE Warstein
Bedauerlich?: CDU will nicht mit uns koalieren.
Leserbrief zum Artikel am Samstag 22.11.08
In ihrem Artikel stellen sie die Wahl der Kandidaten, zur Kommunalwahl 2009, der Sichtigvorer CDU, dar. Der Stadtverbandsvorsitzende, Franz Bernd Köster, kommt zu der Aussage, “Keine Koalition mit der LINKSPARTEI anzustreben“
Da waren wir doch wie von einem Stein getroffen, wir hatten schon von schwarz und dunkelrot in Warstein geträumt. Aus der Traum, Herr Köster will nicht mit uns koalieren.
Das wird uns jetzt sicher in tiefe Depressionen stürzen!
Aber mal Spaß beiseite, erstmal gibt es auf Kommunalebene keine Koalitionen.
Das was sie Herr Köster da mit der SPD treiben könnte man ja so auffassen, ist aber bloß ein Zusammenschluss von 2 ehemaligen Volksparteien.
Außerdem wollen wir auch gar nicht mit Steinbruchbesitzern koalieren, das scheinen in Warstein, außer vielleicht die BG, doch schon alle Parteien zu machen.
Wir werden uns da nicht anschließen, nein wir wollen das Sie endlich den Steinabbau in Warstein beenden und für die Schäden die Sie unserer Stadt zugefügt haben, aufkommen.
Wir fordern sie auf, ihre Beschäftigten, für die Sie eine große soziale Verantwortung tragen, zur Renaturierung der Steinbrüche einzusetzen.
Gerade Sie Herr Köster, hätten die Möglichkeit, mit der Beendigung des Steinabbaus und somit Erhalt unserer Trinkwasserquellen und ein Ende der Staubbelästigung sowie der Sprengschäden, den ersten Schritt in eine bessere Zukunft der Kernstadt Warstein, zu wagen.
Wenn Sie diesen Schritt machen, können Sie, mit unserer Unterstützung rechnen!
Manfred Weretecki Vorsitzender DIE LINKE Kreis Soest
Hans Otto Spanke Mitglied des Sprecherrates DIE LINKE Warstein
40.000 Euro, damit die Ratsherren es nicht gewesen sind, Verschwendung von Steuergeldern
Leserbrief zum Artikel "40.000 Euro ausgegeben - dann vertagt", in der Westfalenpost vom 28.10.2008, der über die Verschwendung von Steuergeldern bei der Suche nach einem Beigeordneten handelt, wird darüber berichtet, wie CDU und SPD erst aufwändig nach einem Beigeordnetem suchen lassen, dann Termine nicht einhalten und jetzt zum Schluss kommen, dass machen wir doch erst nach der Wahl.
Was sich hier unsere so genannten Volksparteien CDU und SPD erlauben ist einfach nur unverschämt. Als wenn unsere Stadt Geld ohne Ende hätte, wird hier mit dem Geld von uns Steuerzahlern umgegangen. Mal eben 40.000 Euro für die Suche nach einem Beigeordneten ausgeben, obwohl unklar ist, ob wir den überhaupt brauchen oder jemand aus eigenem Hause geeignet ist. Man lässt Termine platzen und am Schluss sagt man: "Ach machen wir doch lieber nach der Wahl!"
Wer so abgebrüht mit Steuergeldern umgeht gehört schnellstens abgewählt! Zum Glück ist die nächste Kommunalwahl ja nicht mehr allzu fern!
Manfred Weretecki Sichtigvor Vorsitzender DIE LINKE.Kreisverband Soest
Hans Otto Spanke Walkemühle Sprecherrat DIE LINKE. Basisgruppe Warstein
Schwarz-Roter Bürgermeisterkandidat faselt und lässt für sich antworten / WAL (=grüne) als braun verleumdet
Leserbrief zum Artikel: Nominierung von Frank Maatz zum Bürgermeisterkandidaten durch die SPD. (Soester Anzeiger - Warstein 09.10.2008) Frank Maatz Beigeordneter aus Meinerzhagen ist jetzt auch von der SPD fürs Bürgermeisteramt in Warstein mit 33 von 45 Stimmen gewählt worden. In diesem Artikel werden politische Gegner vom SPD Vorsitzenden Paul Köhler beschimpft.
Jetzt hat der herzlich inhaltsleere Frank Maatz auch die letzte Hürde genommen. Auch die SPD Warstein wählte ihn zum Bürgermeisterkandidaten. Gesagt hat er viel, sinnvolles eigentlich nichts.
Wenn man die Antworten von Herrn Maatz auf die Warsteiner Probleme liest, erkennt man wie viel Ahnung der Mann von der Stadt Warstein hat. „Kreative Lösungen bei der Stadtentwicklung, Schwerlastverkehr ist nicht förderlich, Trinkwasserschutz trotz Steinabbau", usw. keine konkreten kommunalen Aussagen, keine verständlichen Lösungen. Sprachliche Beliebigkeit.
Die Querelen um sein Kommen, dort wo er herkommt, wie auch hier, sind ja bekannt. Vielleicht schade, dass man, sehr wahrscheinlich, nicht überprüfen kann, wie lange er denn bleiben würde, denn mit einiger Sicherheit, wird Herr Maatz nicht gewählt. Wenn ein lukrativeres Angebot käme, wäre er sowieso wohl schnell wieder weg?
Die Warsteiner Bürger haben doch längst gemerkt, das hier jemand, ohne jeden Bezug zu Warstein, der nur aus Karrieregründen interessiert ist, von den beiden ehemaligen Volksparteien ins Rennen geschickt wird.
Das immerhin 12 Menschen ihm nicht ihre Stimme gaben, lässt zumindest ein Funken Hoffnung übrig, darauf das die SPD, sich ihrer alten Tugenden, als soziale Partei, irgendwann wiederbesinnt.
Die großen Sprüche von Paul Köhler sind ja mittlerweile bekannt, gut, dass er bei seiner Wiederwahl, mit nur 31 Stimmen, einen Denkzettel bekommen hat. Das er die BG als Bürgermeisterhörig beschimpft, ist hilflos. Was will er denn, dass sie hörig für ihn stimmen? Hat er nicht verstanden, wofür die gewählt wurden?
Werner Braukmann, WAL (=Grün) als Haider, sprich als braun zu bezeichnen, erschließt sich überhaupt nicht, weder menschlich, noch beruflich, noch politisch. Soweit bekannt, hat er in seinem ganzen Leben noch keine nationalistische Äußerung abgegeben. Und wer ihn kennt käme auch kaum auf die Idee. Das lässt sich anscheinend nur als irrationaler Ausrutscher verstehen. Interessant ist aber, wer sich da mit welchen Vergleichen befasst. Wer braune Vergleiche heranzieht, bewegt sich ja in Gedankenwelten, in denen braune Vergleiche möglich sind, und dass Paul Köhler wahnhaft die WAL für braun hält, sozusagen von daher auf diesen Vergleich gekommen ist, steht auch nicht zu vermuten. Wieder einmal zeigen einzelne SPD-Mitglieder ihr wahres Gesicht. Das heißt aber anscheinend nicht, dass die SPD sich da einig ist, sonst müssten manche SPDler nicht so ins Horn stoßen.
Aber bei solchen Beschimpfungen ist Herr Köhler nicht zimperlich, aus LINKEN werden Stalinisten, während Ottmar Schreiner sie ausdrücklich als völlig demokratisch und zukünftigen Mehrheitsbringer links der Mitte bezeichnet. Sprachliche Entgleisungen aus eingebildeter Machtfülle?
Das die CDU nicht mehr der Hauptgegner der SPD ist, kann man, bei dem Vorsitzenden, nachvollziehen. Das hat vermutlich mit der politischen Ausrichtung von Köhler zu tun. Seine Frage lautet gerne: Bist du Teil des Problems oder Teil der Lösung? Hier muss man leider CDU und SPD als das Problem für unsere Stadt bezeichnen, und nicht als Lösung. Denn die beiden großen Parteien sorgen dafür, dass der Rat, und damit auch der Bürgermeister, handlungsunfähig gemacht werden. Sie blockieren doch die Bewahrung des Grundwassers und ein Ende des Steinabbaus.
Man darf nur hoffen, dass die Bürger sich die Beteiligten und ihre Aussagen merken, und ihnen hierfür bei der Kommunalwahl die Quittung geben.
Warum tritt Herr Köhler denn nicht selber an? Hat er Angst vor Manfred Gödde, den er doch für unfähig hält? Oder hat er Angst vor der eigenen Niederlage, sollen Andere für ihn fallen?
Unterschwellige Denunziationen als braun gegenüber garantiert nicht braunen Mitbürgern halten wir Linke jedenfalls für untragbar und menschlich nicht akzeptabel. Sollte sich da jemand entschuldigen?
Manfred Weretecki, Vorsitzender DIE LINKE. Kreis Soest
Hans-Otto Spanke, Mitglied des SprecherInnenrates DIE LINKE. Basisgruppe Warstein
Am 01.07.2008 stellte sich DIE LINKE in Warstein-Belecke vor. Hans-Otto Spanke aus Warstein erklärte zur herrschenden Kommunalpolitik vor Ort:
Gierige Steinindustrie schert sich nicht um Wasserprobleme und ist eigentlich überflüssig
Ein aktueller Aufreger: Die Grundwasserabsenkung. Die Steinbrüche sind teilweise an den Grenzen ihrer Abbaugebiete angekommen. Um trotzdem weiter abzubauen, sind sie auf die Idee gekommen nach unten abzubauen. Dazu muss das Grundwasser abgesenkt werden. Warstein ist ein relative großer Talkessel, die Größe ist eine der Voraussetzungen für die Brauerei, aber auch für gelegentliche Überschwemmungen, denn der Abfluß ist relativ klein. Würden die Steinbruchindustrie, eigentlich vier bestimmte Steinbrüche, ihre angestrebte Grundwassersenkung kriegen, bergrechtlich fraglich, aber durchaus möglich, so sind die Folgen unabsehbar. Wie die Auswirkungen auf Wald, Ackerland und Grünflächen wären, weiß niemand seriös auch nur zu schätzen. (Einigkeit scheint dagegen darüber zu bestehen, dass die Warsteiner dann kein vollständiges eigenens Trinkwasser mehr haben, und ihr Wasser, als Vorschlag, aus Brilon bekommen. Niemand weiß Genaues.)
Auf jeden Fall sollte eine solch schwerwiegende Entscheidung, die ja noch unsere Enkel betreffen wird, von den Bürger entschieden werden, und nicht von Rat, Industrie und Verwaltung in einsamer Machtvollkommenheit. Jenseits einer moralischen Grenze werden Volksentscheide notwendig. (Die Schweizer ahnen das schon. :-) )
Darüber hinaus muss man wissen, dass führende Kräfte der Steinindustrie auch politisch in Warstein führend sind bzw. es werden wollen. Diese Eroberung des Rates durch die Industrie scheint mir gegen die Bürger zugunsten der daran Verdienenden zu gehen.
Es muss ein neuer Politikstil her, damit Rat und Verwaltung für den Bürger da sind, sie informieren und mit den Menschen in den Häusern kooperieren. Und nicht so, dass der Bürger Verwaltungsmasse ist. Die sind da etwas abgehoben, im Rat.
Hungrige Kinder
Ein Punkt ist mir besonders aufgefallen, oder besser aufgestoßen: Es gibt in Warstein Schulen, an denen die Kinder nachmittags Unterricht haben, oder Betreuung, oder Ähnliches, und an denen sie also Mittagessen kriegen sollten. Das müssen die Eltern bezahlen. Und das können die nicht. Also sitzen die Kinder da nachmittags und hungern. Grenzt das vielleicht schon an ...Körperverletzung?
Ich finde: Da muss die Gemeinde etwas unternehmen, da muss eben etwas Anderes eingespart werden, egal was.













