Liebe Hirschberger,

wir können ihren Unmut sehr gut verstehen! Was man ihrem Ort derzeit zumutet ist tatsächlich unzumutbar.

Schon die Schließung des Hirschberger Freibades war für uns völlig überflüssig. Politik und Verwaltung stellten eine Liste mit Sparpotential auf und das Einzige was man umsetzt, ist die Schließung des Hirschberger Freibades! Das man damit keinen Haushalt konsolidieren kann, sollte eigentlich jedem einleuchten!

Gleichzeitig wird in Belecke der Wilkeplatz neu gestaltet. Mancher wird sagen, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Das sehen wir allerdings anders! Während man Belecke immer mehr herausputzt, geht in anderen Orten, wie z.B. Hirschberg, das Licht langsam aus. Wieso man in diesem Haushaltszusammenhang in Belecke mit viel Geld einen vorher auch schon funktionierenden Platz renoviert, sich aber nicht in der Lage sieht, ein Freibad zu renovieren, ist auch verständlicherweise schwer zu verstehen!

Warum allerdings soviel Geld ausgerechnet häufiger nach Belecke fließt, ahnt man, wenn man weiß, dass die Spitzenfunktionäre der Mehrheitsfraktion zum großen Teil in Belecke wohnen. Wüllner und Co. lassen grüßen!?

Dass man jetzt auch noch die Grundschule in Hirschberg schließen will, ist nicht hinnehmbar. Statt das man die Chance nutzt, die Kinder in kleineren Klassen zu unterrichten, oder notfalls auch mal 2 Jahrgänge, teilweise zusammen unterrichtet, nein, hier redet man von Haushalts- und Schulrechtszwängen. Möglich wäre eine Zusammenlegung mit einer anderen Grundschule, dann allerdings mit der Garantie, dass die Grundschule in Hirschberg für die Hirschberger Kinder erhalten bleibt! Wenn dann evtl. LehrerInnen fahren müssen, ist das sicher besser, als wenn man 6jährige morgens mit einem Bus durch die Lande fährt! Egal in welche Richtung. Das Wohl der Kindes geht hier immer vor!

Durch die UN-Resolution zur Inklusion, sie bedeutet, dass möglichst alle Kinder, auch Behinderte gemeinsam lernen sollen, werden in naher Zukunft sowieso mehr Räumlichkeiten in Schulen gebraucht. Fast überall, außer in Deutschland, ist man da sehr viel weiter, als bei uns, und das wird bald und dringend auf uns zukommen. Von daher ist jede Schließung oder noch schlimmer jeder Abriss von Schulen töricht, weil hinterher die Räume fehlen, und man dann neu bauen müsste.

Leider ist es ja so, dass dabei die Parteien vor Ort fehlendes Geld der Kommunen beklagen. Aber ihre eigenen Parteifreunde auf Bundesebene genau für diesen eben nicht hinnehmbaren Zustand sorgen! Was wäre so schlimm daran, den Spitzensteuersatz wieder, in gleicher Höhe wie bei CDU Kanzler Kohl, zu erheben? Und eine Millionärssteuer von 5% ab Vermögen von 500.000,- Euro zu verlangen? Dann hätten wir das Problem nicht, Schwimmbäder, Grundschulen und andere Sozial- oder Kultureinrichtungen schließen zu müssen!

Wenn es nicht so weiter gehen soll, dann müssen die Ursachen geändert werden, und bis dahin müssen voreilige schädliche Fakten verhindert werden.

Für DIE LINKE OV Warstein
Manfred Weretecki
HansOtto Spanke

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