Leserbrief zum Weihnachtsbrief 2009 von Bürgermeister Gödde
mit dem Titel: Uns allen fehlt leider oft positives Denken

Da schreibt unser Bürgermeister in seinem Weihnachtsbriefchen, wie gut es uns doch allen geht in
unserem schönen Deutschland. Das kann man für seine persönlichen Verhältnisse sicherlich
nachvollziehen. Wenn man für 6 Jahre wiedergewählt ist, monatlich bestens verdient und die Rente
gesichert hat, ist die Welt natürlich in Ordnung!
Von einem BM erwarte ich allerdings etwas mehr Einsicht in die Situation von Menschen, denen es
auch in Warstein nicht so gut geht, wie er uns hier einreden will.
Aber er befindet sich hier in guter Gesellschaft, unser Exweltbankchef und jetziger Bundespräsident
Horst Köhler, lässt ja ähnliche Töne verlauten. Dieser geißelt nämlich mittlerweile seine alten
Kumpels aus der Finanzwelt und vergisst dabei, dass er früher dort durchaus mitgespielt hat.
Ähnlich wie Nobbi Blüm der jetzt auf einmal, nach all dem Mist, den er in seiner Zeit als
Arbeitsminister (man denke nur an das berühmte Zitat: „Die Rente ist sicher“) verzapft hat,
schon fast zu einem LINKEN mutiert ist.
Scheinbar ist das Gedächtnis bei diesen konservativen Politikern nicht allzu ausgeprägt...
Kommen wir nochmal auf BM Gödde zurück, der da fordert: Dankbarkeit, Zufriedenheit
und nicht immer nach dem Staat rufen. Nach wem soll denn bitte ein Hartz 4 Empfänger sonst
rufen, der kaum Geld genug zum Leben hat?
Da kommt die (neo)liberale Ideologie der „Eigenfürsorge über alles“ durch, wie ja auch der
Bundes-Guido gebetsmühlenartig wiederholt. Ist ja auch eine wohlklingende Theorie, die nur den
Fehler hat, dass finanzschwache Menschen kein Geld für Eigenfürsorge haben.
Das scheinen diese allesamt gut situierten Schwätzer völlig zu verdrängen, oder steckt dahinter etwa
die sozialdarwinistische Überzeugung, dass wer kein Geld hat, eben Pech gehabt hat?
Aber bleiben wir mal in Warstein: Da schmeißt der BM den LINKEN Kreisvorsitzenden raus,
behauptet dann auch noch sachlich unrichtig, dieser sei einfach sitzen geblieben, und scheint
darüber hinaus seine eigene Gemeindeordnung nicht zu kennen, aus der nämlich klar hervorgeht,
dass er keinerlei Recht dazu hatte, einen sachkundigen Bürger des Raumes zu verweisen.
Hinterher beschwert er sich auch noch darüber, wie böse doch alle sind.
In der letzten Ratssitzung stellt sich ein Ortsvorsteher hin und fordert dazu auf, doch wieder zur
Sachlichkeit in der Politik zurückzukehren und den Populismus zu lassen, ignoriert aber
geflissentlich, dass die Beschwerden der LINKEN absolut berechtigt sind. Denn zu Zeiten, da
Stein-Köster die CDU geführt hat, mischte dieser, obwohl auch nur Sachkundiger Bürger, in allen
möglichen Gremien mit, was man natürlich gern vergisst, wenn es sich um die alles überragende
CDU handelt.
Ein anderer Ortsvorsteher beschwert sich, dass er in einem Leserbrief der LINKEN erwähnt wurde ,
obwohl nur Tatsachen dargestellt wurden!
Das neue Denken, das nach der Wahl in Warstein, zum Wohle unserer Stadt einkehren sollte,
stellen wir uns als LINKE wirklich anders vor!
Für DIE LINKE OV Warstein
Elisabeth Umezulike
Manfred Weretecki








