Stellungnahme zur Brühne-Anzeige gegen DIE LINKE.
22.05.09
Nun ist es also soweit, wie ein in die Enge getriebenes Raubtier, beißt die Steinindustrie um sich und geht mit Anzeigen gegen, an ihrer Umwelt interessierten Bürger vor, man versucht es jetzt mit formalistischem Industrieterror. Deswegen ist es auch so still in unserer Stadt? Weil das schon seit Jahrzehnten so läuft? Die Bürger werden bedroht und dann in ihrer Existenz gefährdet? Ist das der Grund, warum wir die Zerstörung unserer Stadt seit Jahrzehnten zulassen?
Seit geraumer Weile ist zu beobachten, dass ein ortsansässiges Unternehmen in zunehmendem Maß das Wohl der Allgemeinheit gefährdet, indem es anscheinend immer wieder gegen geltende Gesetze und Bestimmungen verstößt. Dabei handelt es sich nicht um Kavaliersdelikte, denn auf dem Spiel steht ein grundlegendes Element der kommunalen Daseinsvorsorge, nämlich die Versorgung mit Trinkwasser für rund 100.000 Menschen, dessen Vorhandensein durch den in die Tiefe voranschreitenden Steinabbau massiv bedroht ist. Gefährdet ist auch die Existens dieser Stadt als funktionierendes Gemeinwohl, wie am Verfall in der Hauptstraße am deutlichsten zu sehen ist.
Diesbezügliche Warnrufe von (hydro)geologischen Experten, Gutachtern, Wasserinitiative und den LINKEN verhallen ungehört. In jüngster Zeit mehren sich zudem die Anzeichen einer drohenden Zunahme der Gefährdung durch wachsende Rücksichtslosigkeit und offenkundig illegale Aktivitäten des besagten Unternehmens. Gleichwohl geschieht nichts von Seiten der kommunalpolitisch Verantwortlichen: Bei der letzten Ratssitzung konnte man erkennen das die CDU ihrem Stadtverbandsvorsitzendem Köster, der ja bekanntermaßen Geschäftsführer der Fa. Brühne ist, blindlings folgt. Es herrschte zum Thema Steinabbau eisiges Schweigen, keine Hand regte sich zur Wortmeldung und bei der Schwesterpartei SPD tat sich mit Ausnahme von Jürgen Wied, auch nicht mehr. Selbst der Bürgermeister hielt es für selbstverständlich den Steinabbau, trotz Ablauf der Genehmigung, einfach mal eben zu verlängern.
Jene, die sozial rücksichtslos schon lange Unrecht begangen haben und vermutlich weiter begehen (sprich: die Steinbruchbetreiber), versuchen die, die dieses Unrecht zur Sprache bringen, an den Pranger zu stellen! Jene, die seit Jahrzehnten den Frieden einer ganzen Region stören, eine Stadt zerstören, und dabei riskieren, die Wasserversorgung unwiederbringlich zu vernichten, terrorisieren Menschen, die durch eine (noch viel zu) harmlose Aktion, nämlich unser Frühstück am Piusberg, auf die Gefährdung des öffentlichen Friedens hinweisen!
Man frage sich: Wer müsste hier eigentlich von wem angezeigt werden?
Für DIE LINKE.Warstein:
Elisabeth Umezulike, Christel Spanke, Peter
Schmidt, Norbert Romeike, Franz Streibig, Hans Otto Spanke,
Manfred Weretecki
Pressemitteilung zur Anzeige der Fa. Brühne.
15.06.09
Ja, jetzt ist sie endlich da, die angedrohte Anzeige! Da versucht doch
tatsächlich die Fa. Brühne die Wahrheit umzudrehen.
Eine profitgeile Steinindustrie, die seit Jahrzehnten, die Bewohner der
Kernstadt mit Staub und Sprengschäden überschüttet, wirft uns vor, die
wir für den Erhalt der Quellen und die Verminderung des Feinstaubs
kämpfen, wir würden Nötigung begehen!
Wen oder was haben wir denn genötigt?
Dass jemand auf die Idee kommt, dass man mit einem gemeinsamen
Frühstück auf öffentlichem Grund, eine Nötigung begeht, hätten wir uns
bisher auch nicht vorstellen können.
Aber man weiß ja nicht, was in den staubverklebten Gehirnen der Brühne
Herren so vorgeht, das klare Denken scheint da nicht mehr möglich?
Da versucht man uns Sachbeschädigung anzuhängen, weil ein großes
Loch im Zaun klaffte, damit will man davon ablenken, was durch eigenes
Verletzen der Sicherheitspflicht hätte alles passieren können.
Uns so was in die Schuhe zu schieben, ist absolut unverschämt!!
Wenn man mit einem gemeinsamen Frühstück gegen das
Versammlungsverbot verstößt und ein Frühstück auf öffentlichem Grund
Hausfriedensbruch ist, dann aber armes Deutschland!!!
Das möchten diese Steinabbaukönige wohl gerne, aber sind wir in
unserem Land denn wirklich schon so weit?
Da versuchen doch tatsächlich die Leute, die mit ihren Sprengungen,
Quellen gefährden, Häuser und Landschaft zerstören, Warstein immer
wieder mit Staub überziehen, Menschen vor den Kadi zu ziehen,
die genau dies verhindern wollen.
Es standen 8 Menschen am Zaun, während einfach gesprengt wurde,
obwohl der Mitarbeiter gesagt hatte man könne jetzt nicht sprengen.
Elke Ibing hatte vor kurzem ja ein ähnliches Erlebnis und war stark
betroffen, nur dass sie oben am Kreuz stand, während wir direkt am
Zaun waren, was die Gefährdung natürlich wesentlich erhöhte.
Das stellt eigentlich alles auf den Kopf, ist eine totale Verdrehung der
Moral, die Zerstörer wollen die Beschützer vernichten, was für eine
verkehrte Welt!
Vielleicht wollte man uns nur ein wenig einschüchtern, das wird aber
nicht gelingen, wir LINKEN werden weiter aufzeigen wer hier Unrecht
begeht!!!
Für DIE LINKE Warstein:
Manfred Weretecki, Vorsitzender KV Soest DIE LINKE









